SwissLeg kandidiert für den SwissAward (09.01.2013)

Pressemitteilung
Lugano, 9 Januar 2013

 

Das Start-up-UnternehmenSwissLeg ist aus der Università della Svizzera italiana (USI) hervorgegangen; es stellt hochwertige Beinprothesen her, die sich durch kurze Produktionszeiten und äusserst erschwingliche Preise auszeichnen und sich somit auch für den Einsatz in den ärmsten Ländern eignen: Dieses innovative Projekt hat seinem CEO Roberto Agosta, Alumnus der USI, eine Nominierung für einen SwissAward eingetragen. Die direkt im Fernsehen übertragene Verleihung der SwissAwards findet am Samstag, dem 12. Januar 2013 statt; ausgezeichnet werden Schweizerinnen und Schweizer, die sich im Verlauf des letzten Jahres besonders hervorgetan haben.

Neben den Gebrüdern Freitag mit ihrer gleichnamigen Accessoires-Linie und neben Albert M. Baehny, der Nummer Eins von Geberit, ist Roberto Agosta in der Kategorie «Wirtschaft» nominiert. Mit seiner Nominierung in einer der sechs Kategorien (Wirtschaft, Kultur, Politik, Gesellschaft, Show Business und Sport) qualifiziert sich Roberto Agosta zugleich als Kandidat für die Gesamtauszeichnung als «Schweizer des Jahres». Der Schweizer des Jahres wird an der Galaveranstaltung am 12. Januar 2013 durch das Fernsehpublikum über Televoting gewählt; die Sender SRF, RTS und RSI übertragen die Gala live in alle Sprachregionen.

Für die USI und ihr «Centro di Promozione Start-up» (Förderzentrum für Start-up-Unternehmen), dem das Jungunternehmen entstammt, ist die Nominierung von Roberto Agosta eine grosse Ehre. Die akademische Gemeinschaft hat als Ausdruck ihrer Unterstützung für Roberto Agosta einen Hashtag (#swissleg) kreiert. Auf diesem Wege lassen sich persönliche Erfolgs- und Glückwünsche an den Kandidaten übermitteln.

SwissLeg entstand im Rahmen der Zusammenarbeit des Direktors des Master of Advanced Studies in Humanitarian Logistics and Management der USI, Prof. Paulo Gonçalves, und zwei vor kurzem mit dem Mastertitel ausgezeichneten Absolventen, Roberto Agosta und Mohammad Ismail:Das Jungunternehmen will auf Basis einer neuen Technologie, die eine Herstellung von hochwertigen Prothesen mit kostengünstigen Materialien (Polymeren) ermöglicht, den Absatz dieser Prothesen zu äusserst vorteilhaften Preisen fördern und so den rund 24 Millionen Menschen weltweit helfen, die sich ansonsten keine Prothese leisten könnten. Die Prothesen von SwissLeg lassen sich in weniger als drei Stunden in einfachen, aber funktionellen und mobilen Werkstätten an ihre zukünftigen Träger anpassen. Im Jahr 2012 wurde das von SwissLeg geplante Unternehmen mit einem Preis der Gesellschaft startups.ch ausgezeichnet und erhielt zudem den prestigeträchtigen International Arab Health Award in Rehabilitation Care.

«Im Militärdienst verlor ich beide Beine bei einem Zwischenfall. [...] Ich war zu Fuss mit meinen Mitsoldaten unterwegs, als es plötzlich unter meinen Füssen klickte. […] Mit meinen Spital-Prothesen habe ich es bis zum Standort von Project Hope, dem Partnerprojekt von SwissLeg, geschafft. Als ich dort ankam, sah ich Luca, wie er rannte. Natürlich habe ich ihn sofort gefragt, ob vielleicht auch ich eines Tages wieder rennen könnte. Eine Stimme mit ausländischem Akzent antwortete «Ja, Du wirst wieder rennen». Es war Herr Mohammad [...]. Noch am selben Tag stellte man Prothesen für mich her. Ich konnte sie sofort anschnallen, worauf man mich anspornte: «‘Achtung, fertig, los – und rennen!». Ich habe es versucht. Am Anfang fühlten sich die Prothesen ein wenig seltsam an, aber ich setzte mich langsam in Bewegung, dann wurden meine Schritte schneller und wenig später rannte ich schon. Ich war dermassen überwältigt, dass ich anfing zu weinen: Für mich war es wie ein Wunder.» (Hamza, http://www.youtube.com/watch?v=G6t8FhVXzHs).

SwissLeg: http://swissleg.com/index.html
«Centro di Promozione Start-up»: http://www.cpstartup.ch/
Master of Advanced Studies in Humanitarian Logistics and Management: http://www.mashlm.usi.ch/