Qualität des eGovernment in der Schweiz (27.02.2008)

Veröffentlichung des Berichtes über “Die Qualität des eGovernment in der Schweiz – Konsolidierungsbericht 2005-2007” (Davide Bolchini - TEC-Lab, Fakultät für Kommunikationswissenschaft, Università della Svizzera italiana) Ergebnisse aus Expertenanalysen und Kooperation zwischen Universitäten und Schweizer Kantonen.

Der Bericht über “Die Qualität des eGovernment in der Schweiz - Konsolidierungsbericht 2005-2007” ist das Ergebnis einer nutzbringenden und intensiven Kooperation zwischen den Kantonskanzleien der Kantone Basel Stadt, Tessin, Thurgau, Uri, Zug und Zürich und den Forschungszentren der Universität St. Gallen, der Universität Basel, der Università della Svizzera italiana sowie der Fachhochschule Bern, die für die Forschungsleitung verantwortlich zeichneten. Zum Ziel hat man sich gesetzt, das e-Government-Angebot in der Schweiz zu verbessern und den Bürgern wirksamere und effizientere Instrumente im Umgang mit der öffentlichen Verwaltung zu bieten. Der Bericht beschreibt die wichtigsten Ergebnisse der durchgeführten Studien, zeigt einige Kritikpunkte am derzeitigen Dienstleistungssystem des e-Governments auf und empfiehlt Strategien zur Verbesserung von Serviceleistungen und angebotenen Inhalte.

Das e-Government sieht den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Bereitstellung von Inhalten und Leistungen seitens der öffentlichen Verwaltung für die Bürger und die Unternehmen vor. Im Normalfall dienen die Websites der öffentlichen Verwaltung als grundlegendes Instrumentarium für das e-Government.

Die Untersuchung erfolgte mittels Umfragen und Analysen vor Ort, mit dem Ziel, das Qualitätsniveau vom e-Government in der Schweiz in puncto Leistungsangebot für Bürger und Unternehmen zu bestimmen sowie Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung und ihre Zufriedenheit bei der Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen zu erheben. Dem zusammenfassenden erläuterten Bericht – der vom Laboratorium TEC-Lab der Università della Svizzera italiana koordiniert wurde – liegen die Ergebnisse der vier spezifischen Studien zugrunde.

Die Studie gibt in ihren abschliessenden Bemerkungen ein paar wesentliche Empfehlungen für die öffentliche Verwaltung, damit die Qualität der Serviceleistungen des e-Governments nachhaltig verbessert werden kann:

  1. die Benutzerfreundlichkeit der Websites der Kantone optimieren
  2. die effektiven Nutzungen von öffentlichen Websites kennen lernen und kontrollieren
  3. die Dienstleistungen des e-Government engmaschig und laufend fördern und unter den Bürgern bekanntmachen
  4. das online-Angebot für die Bürger erhöhen
  5. über die reine Informationsebene hinweg neue Pilotdienstleistungen einführen, um einfache Aufgaben, die für die Bürger von potentiellem Interesse sind, zu unterstützen.

Der Bericht über “Die Qualität des e-Governments in der Schweiz - Konsolidierungsbericht 2005-2007 (Davide Bolchini - TEC-Lab, Fakultät für Kommunikationswissenschaft, Università della Svizzera italiana) ist abrufbar unter http://www.tec-lab.ch/publications

Weitere Studien:

  • E-Government Trendbarometer - Nutzen und Trends aus Bürgersicht (Heide Brücher, Stefanie Binswanger, Sami Hamida, Berner Fachhochschule und UNISYS)
  • ZeGO Zufriedenheit im eGovernment: Measuring user satisfaction with eGovernment portals of the 26 cantons in Switzerland (Javier Bargas-Avila, Marco de Vito, Klaus Opwis, Università di Basilea, Institut für Psychologie)
  • Bericht zum Stand von E-Government in der Schweiz, Teil Kantone (Kuno Schedler, Lukas Summermatter, Universität St. Gallen, Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus)
  • Schlussbericht zur Studie Firmen und e-Government über das Angebot des eGovernments in Bezug auf die Unternehmen (veröffentlicht in April 2007), der vom Staatssekretariat für Wirtschaft und von der Staatskanzlei in Auftrag gegeben wurde.